Zurück zum Ratgeber

Tabelle: Provisionen für Versicherungsmakler in der Übersicht (09/2026)

Uwe Lätsch

Veröffentlicht am

September 6, 2026

Alle Vorteile auf Ihrer Seite.
-> Keine versteckten Kosten, ausschließlich planbare Lizenzgebühren.
-> Unbegrenzte Anzahl an Kunden einladen und sofort digital beraten.
-> Das beste Setup um Leads optimal zu Neukunden zu konvertieren.

Inhalt

Die Provisionshöhe eines Versicherungsmaklers hängt stark von der Sparte ab, es gibt keine einheitliche Berechnungsformel über alle Versicherungsarten hinweg. Wir zeigen dir, mit welchen Courtagesätzen du in den wichtigsten Sparten realistisch rechnen kannst.

Was ist der Unterschied zwischen Abschluss- und Bestandsprovision?

Abschlussprovision ist die einmalige Vergütung, die du beim Zustandekommen eines Vertrags erhältst, während die Bestandsprovision, auch Betreuungs- oder Folgeprovision genannt, laufend während der Vertragslaufzeit gezahlt wird. Welche der beiden Formen überwiegt, hängt stark von der Sparte ab.

Bei Sach- und KFZ-Versicherungen dominiert die laufende Bestandsprovision, weil diese Verträge häufig gewechselt oder gekündigt werden und ein einmaliger Abschlussbonus für dich als Makler wenig planbar wäre. Bei Lebens-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen überwiegt dagegen die einmalige Abschlussprovision, weil hier der Beratungsaufwand vor Vertragsschluss besonders hoch ist und nicht jeder Antrag überhaupt angenommen wird. Wichtig zu wissen: Bei vorzeitiger Kündigung durch den Kunden musst du eine bereits erhaltene Abschlussprovision anteilig im Rahmen der Stornohaftung zurückzahlen.

Wie hoch sind die Provisionen in der Sach- und Haftpflichtversicherung?

In den SHUK-Sparten, also Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrtversicherung, bewegen sich die Courtagesätze meist zwischen 15 und 25 Prozent des Jahresnettobeitrags, in Einzelfällen bei bestimmten Gesellschaften auch deutlich darüber. Die Kfz-Versicherung bildet dabei wegen des intensiven Preiswettbewerbs eine Ausnahme mit spürbar niedrigeren Sätzen.

Diese Tabelle zeigt dir typische Courtagesätze nach Sparte:

Sparte Übliche Courtage Berechnungsbasis
Privathaftpflicht15–25 %Jahresnettobeitrag, laufend
Hausrat15–25 %Jahresnettobeitrag, laufend
Wohngebäude15–25 %Jahresnettobeitrag, laufend
Rechtsschutz18,5–25 %Jahresnettobeitrag, laufend
Unfall15–25 %Jahresnettobeitrag, laufend
Kraftfahrtversicherung4–10 %Jahresnettobeitrag, laufend

Bei einzelnen Gesellschaften und Sparten sind auch deutlich höhere Ausreißer möglich, etwa bis zu 40 Prozent bei bestimmten Unfalltarifen, während andere Anbieter mit niedrigen Courtagesätzen um 5 Prozent kalkulieren. Ein Vergleich der Courtagezusage lohnt sich deshalb bei jeder Gesellschaft einzeln.

Jetzt kostenlosen Beraterzugang sichern

Starte in wenigen Minuten, ganz ohne Risiko oder Verpflichtung.

  • Einfach kostenlos registrieren
  • Dauerhaft keine monatliche Grundgebühr
  • Kein Zahlungsmittel hinterlegen
  • Jederzeit auf einen größeren Tarif upgraden
Jetzt kostenlosen Beraterzugang sichern
Kostenloser Beraterzugang bei Vinlivt

Wie hoch sind die Provisionen in der Kranken- und Pflegeversicherung?

In der privaten Krankenversicherung ist die Abschlussprovision seit 2012 gesetzlich gedeckelt, um Verbraucher vor überhöhten Vermittlungskosten zu schützen. Nach § 50 VAG dürfen Abschlussprovisionen und sonstige Vergütungen bei substitutiven privaten Krankenversicherungen bestimmte Grenzen nicht überschreiten, in der Praxis wird dabei häufig von rund 9 bis 9,9 Monatsbeiträgen gesprochen.

Bei Krankenzusatzversicherungen, Pflegeversicherungen und der betrieblichen Krankenversicherung gilt diese gesetzliche Deckelung dagegen nicht, hier variieren die Sätze stärker:

Sparte Übliche Abschlussprovision Bestandsprovision
Private Krankenvollversicherung (PKV)Ca. 9–9,9 Monatsbeiträge (gesetzlich gedeckelt, § 50 VAG)Ca. 1–2 % jährlich
KrankenzusatzversicherungBis zu 10 MonatsbeiträgeCa. 1–2 % jährlich
PflegepflichtversicherungCa. 1,8–2 MonatsbeiträgeGering bis kein Pendant
Betriebliche Krankenversicherung (bKV)Ca. 6 MonatsbeiträgeCa. 1–2 % jährlich

Die Pflegepflichtversicherung fällt dabei mit ihrer vergleichsweise niedrigen Vergütung auf, während die Krankenzusatzversicherung zu den lukrativsten Sparten überhaupt zählt.

Wie hoch sind die Provisionen bei Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge?

Bei biometrischen und Altersvorsorgeprodukten wie Berufsunfähigkeits-, Risikoleben- und Rentenversicherungen wird die Provision nicht in Monatsbeiträgen, sondern als Promillesatz der sogenannten Bewertungssumme berechnet, also Monatsbeitrag multipliziert mit der Laufzeit, begrenzt auf maximal 420 Monate.

Seit dem Lebensversicherungsreformgesetz 2015 gilt für die Zillmerung, also die Verrechnung der Abschlusskosten mit den Kundenreserven, ein Höchstzillmersatz von 25 Promille beziehungsweise 2,5 Prozent der Beitragssumme. In der Praxis werden für die reine Vermittlerprovision bei Altersvorsorgeprodukten trotzdem häufig Sätze bis zu 40 bis 50 Promille genannt, während die konkrete Provision bei Berufsunfähigkeitsversicherungen meist bei 40 bis 45 Promille der Bewertungssumme liegt.

Sparte Übliche Abschlussprovision Berechnungsbasis
Berufsunfähigkeitsversicherung40–45 ‰ (4–4,5 %)Bewertungssumme (Monatsbeitrag × Laufzeit, max. 420 Monate)
Risikolebensversicherung25–50 ‰ (2,5–5 %)Beitragssumme
Klassische/fondsgebundene Rentenversicherung25–50 ‰ (2,5–5 %)Beitragssumme, Zillmersatz bei 2,5 % gedeckelt
Basisrente (Rürup)25–50 ‰ (2,5–5 %)Beitragssumme

Ein Beispiel zur Einordnung: Bei einem Monatsbeitrag von 150 Euro und 20 Jahren Laufzeit ergibt sich eine Beitragssumme von 36.000 Euro, bei einem Provisionssatz von 2,5 Prozent entspricht das einer Abschlussprovision von 900 Euro.

Wie werden Provisionen im Gewerbe- und bAV-Bereich berechnet?

Im Gewerbebereich orientieren sich die Courtagesätze grundsätzlich an denselben Prinzipien wie im Privatkundengeschäft, Sachversicherungen laufend als Prozentsatz des Jahresbeitrags, biometrische und Vorsorgeprodukte als Promillesatz der Bewertungssumme, allerdings mit größerer Bandbreite je nach Risikogröße, Wettbewerbssituation und individueller Courtagezusage der Gesellschaft.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge gilt die gleiche Berechnungslogik wie bei privaten Rentenversicherungen, also eine Promillesatz-basierte Abschlussprovision auf die Beitragssumme, ergänzt um eine laufende Bestandsprovision. Wegen der oft höheren Beitragssummen im bAV-Bereich, etwa bei Gruppenverträgen für ganze Belegschaften, können die absoluten Provisionsbeträge trotz ähnlicher Prozentsätze deutlich höher ausfallen als bei einzelnen Privatkundenverträgen.

Eine pauschale Aussage wie "Versicherungsmakler verdienen X Prozent" gibt es nicht. Die Höhe deiner Courtage hängt immer von der konkreten Sparte, der Gesellschaft, dem Tarif und der individuellen Courtagezusage ab.

FAQ

Wie hoch ist die Provision bei einer Privathaftpflichtversicherung?

Üblicherweise zwischen 15 und 25 Prozent des Jahresnettobeitrags, laufend als Bestandsprovision gezahlt, solange der Vertrag besteht und keine anderweitige Betreuung gewünscht wird.

Wie hoch ist die Provision bei der Kfz-Versicherung?

Deutlich niedriger als bei anderen Sachsparten, meist zwischen 4 und 10 Prozent des Jahresnettobeitrags, weil der starke Preiswettbewerb im Kfz-Bereich die Courtagesätze drückt.

Wie wird die Provision bei der privaten Krankenversicherung berechnet?

Gesetzlich gedeckelt nach § 50 VAG, in der Praxis meist rund 9 bis 9,9 Monatsbeiträge als Abschlussprovision, zusätzlich 1 bis 2 Prozent jährliche Bestandsprovision.

Wie hoch ist die Provision bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Meist zwischen 40 und 45 Promille der Bewertungssumme, also des Monatsbeitrags multipliziert mit der Vertragslaufzeit bis maximal 420 Monate.

Was passiert mit meiner Provision, wenn der Kunde vorzeitig kündigt?

Im Rahmen der Stornohaftung musst du die anteilig nicht verdiente Abschlussprovision an den Versicherer zurückzahlen, manche Gesellschaften behalten dafür vorab eine Stornoreserve ein.

Gibt es eine gesetzliche Obergrenze für Provisionen in der Altersvorsorge?

Für die Zillmerung gilt seit 2015 ein Höchstzillmersatz von 2,5 Prozent der Beitragssumme, einen darüber hinausgehenden allgemeinen gesetzlichen Provisionsdeckel für Lebensversicherungen gibt es bislang nicht.

Starte kostenlos in die digitale Finanzberatung

Vinlivt automatisiert dein Onboarding, strukturiert deine Beratung und deckt mit KI-Finanzanalysen Umsatzpotenziale auf, mit einer nativen Kunden-App und einem Cockpit für dein Tagesgeschäft.

  • ✓ 8 bis 12 Stunden pro Woche zurückgewinnen
  • ✓ Mehr Umsatz pro Kunde durch KI-Finanzanalysen
  • ✓ Klar strukturierte Prozesse für dich und dein Team
Kostenlos registrieren
Vinlivt Kunden-App
Uwe Lätsch

Geschäftsführer von Vinlivt

Uwe Lätsch entwickelte über zehn Jahre lang digitale Produkte bei FinTechs und InsurTechs, unter anderem bei CHECK24. Im Jahr 2022 gründete er gemeinsam mit Dariusz Borowski Vinlivt, um passende Beratungsanlässe automatisch und DSGVO-konform zu erkennen. Im Ratgeber teilt er seine Erfahrungen aus Fintech und digitaler Finanzberatung.

🚀 Jetzt Vinlivt persönlich kennerlernen & sofort startklar.

Buche dir einen kostenlosen Demotermin bei uns!
‍Schnell. Freundlich. Einfach.
Demotermin buchen
Upsell Boost für: Vermittler, Versicherungsmakler, Finanzberater & Pools.
Berater LoginOnboardingDigitalberatungReport-HubSignaturenAktivitäten
RatgeberPartnerSicherheitÜber unsMedia & PresseKontakt
Gefördert
ImpressumRechtliche HinweiseDatenschutz WebsiteCookie-Richtlinienseite

Produkt
InvestmentOnboardingWhitel LabelAI FinanzanalyseDigitalberatungSignaturenAktivitäten
Anbindung
MaklerpoolsMVP'sMake AutomationREST-APIPreiseUnsere PartnerSicherheit
Sprache
German
English
Erstgespräch