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Was sind die Kosten für die Anbindung bei einem Maklerpool?

Was kosten Maklerpools wirklich? Aktuelle AssCompact-Zahlen zeigen, wie viele Makler Gebühren zahlen, wie hoch sie ausfallen und welche Gebührenmodelle existieren.

Uwe Lätsch

Veröffentlicht am

August 30, 2026

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Rund ein Drittel der Versicherungsmakler zahlt inzwischen direkte Gebühren für die Anbindung an einen Maklerpool, mit im Schnitt 1.583 Euro pro Jahr. Wir zeigen dir, welche Gebührenmodelle existieren, wie sich die Kosten zuletzt entwickelt haben und wovon die tatsächliche Höhe abhängt.

Wer bezahlt einen Maklerpool eigentlich?

Historisch vor allem die Versicherer, nicht die Makler. Die gängigste Vergütungsform ist der sogenannte Overhead, eine Differenzprovision, die die Versicherungsgesellschaften an den Pool zahlen. Für die Versicherer verteuert das zwar das Geschäft, dafür nehmen ihnen die Pools zahlreiche Aufgaben ab, etwa Abrechnung, Datenaufbereitung und Betreuung vieler kleiner Vermittler.

Diese reine Overhead-Finanzierung ist aber längst nicht mehr der einzige Weg. Immer mehr Pools und Verbünde erheben zusätzlich direkte Gebühren von den angeschlossenen Maklern, etwa für Aufnahme und Anbindung oder für die Nutzung von Software und Backoffice-Dienstleistungen. Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt.

Wie viele Makler zahlen heute tatsächlich Poolgebühren?

Nach der aktuellen AssCompact-Studie "Pools & Dienstleister 2025" rund 33 Prozent der Maklerbetriebe, die mit einem Maklerpool oder sonstigen Dienstleister zusammenarbeiten. Das ist ein spürbarer Anstieg gegenüber der Erhebung 2024, bei der bereits von fast einem Drittel die Rede war, und zeigt einen klaren, kontinuierlichen Trend hin zu mehr direkten Gebührenmodellen.

Besonders bemerkenswert ist dabei die Entwicklung bei intensiven Nutzern: 13 Prozent der befragten Makler zahlen inzwischen mehr als 5.000 Euro jährlich für zwei bis drei parallele Poolanbindungen, ein Betrag, der deutlich macht, dass Multi-Pool-Strategien inzwischen ein spürbarer Kostenfaktor im Maklerbetrieb sein können.

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Wie hoch sind die Kosten konkret, und wie haben sie sich entwickelt?

Im Schnitt 1.583 Euro pro Jahr, laut der AssCompact-Studie 2025, ein Anstieg um 150 Euro gegenüber der Vorjahreserhebung. Diese Zahl ist allerdings ein Durchschnittswert über sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle hinweg, die tatsächliche Kostenbelastung im Einzelfall hängt stark davon ab, wie viele Pools du parallel nutzt und welche Leistungen du darüber beziehst.

Eine pauschale Aussage zu den Gesamtkosten ist deshalb kaum möglich, wie auch Branchenvertreter bestätigen: Grundsätzlich gibt es verschiedene Gebührenmodelle, die sich nicht ohne Kenntnis des konkreten Vertrags vergleichen lassen. Wichtig ist deshalb, bei jedem Pool genau zu prüfen, welche Kostenbestandteile im Angebot enthalten sind, bevor du eine Anbindung eingehst oder beendest.

Welche Gebührenmodelle kommen in der Praxis vor?

Mehrere, häufig auch in Kombination miteinander. Zu den verbreitetsten Modellen gehören Lizenzgebühren für die Nutzung pooleigener Software oder Maklerplattformen, Courtagebeteiligungen, bei denen der Pool einen Anteil deiner laufenden Provisionseinnahmen einbehält, sowie feste Anschluss- oder Mitgliedsgebühren, die unabhängig vom tatsächlich vermittelten Geschäft anfallen.

Diese Gebührenarten begegnen dir in der Praxis am häufigsten:

  • Aufnahme- und Anbindungsgebühren beim Start der Zusammenarbeit
  • Laufende Lizenzgebühren für Software, Maklerplattform oder Backoffice-Systeme
  • Courtagebeteiligungen, bei denen der Pool anteilig an deinen Provisionen partizipiert
  • Feste monatliche oder jährliche Mitgliedsbeiträge, unabhängig vom Geschäftsvolumen
  • Mindestumsatzvereinbarungen, die bei Unterschreitung zusätzliche Kosten oder Nachteile auslösen können

Gegen eine Finanzierung über eine Courtagebeteiligung ist aus Maklersicht grundsätzlich nichts einzuwenden, solange die Verhältnismäßigkeit zwischen Gebühr und Gegenleistung stimmt. Entscheidend ist dabei immer der Vergleich zwischen dem, was du an Zeit und Aufwand sparst, und dem, was du dafür konkret bezahlst.

Wie behältst du bei mehreren Pool-Anbindungen den Überblick über deine Kosten?

Indem du die Gesamtkosten regelmäßig systematisch prüfst, statt sie über mehrere Verträge verteilt aus dem Blick zu verlieren. Gerade bei parallelen Anbindungen an zwei oder drei Pools, wie sie laut AssCompact-Studie inzwischen bei 13 Prozent der Makler mit Kosten von über 5.000 Euro jährlich verbunden sind, lohnt sich ein regelmäßiger Kostenvergleich, um zu prüfen, ob jede einzelne Anbindung ihren Aufwand tatsächlich noch rechtfertigt.

Frag dich dabei nicht nur, wie viel dich eine Anbindung kostet, sondern auch, wie viel Zeit und administrative Arbeit sie dir tatsächlich abnimmt. Ein Pool, der zwar günstig erscheint, aber kaum Entlastung bringt, kann unterm Strich teurer sein als ein etwas teurerer Anbieter mit spürbar mehr Automatisierung.

FAQ

Wie viele Versicherungsmakler zahlen heute Gebühren an ihren Maklerpool?

Rund 33 Prozent laut der AssCompact-Studie "Pools & Dienstleister 2025", ein kontinuierlich steigender Anteil gegenüber den Vorjahren.

Wie hoch sind die durchschnittlichen jährlichen Poolgebühren?

Im Schnitt 1.583 Euro pro Jahr laut der aktuellen AssCompact-Erhebung, ein Anstieg um 150 Euro gegenüber dem Vorjahr.

Wer bezahlt einen Maklerpool normalerweise?

Historisch vor allem die Versicherer über den sogenannten Overhead, zunehmend aber auch die Makler selbst über direkte Gebühren, Lizenzkosten oder Courtagebeteiligungen.

Welche Gebührenmodelle sind bei Maklerpools üblich?

Anschluss- und Anbindungsgebühren, laufende Lizenzgebühren für Software, Courtagebeteiligungen sowie feste Mitgliedsbeiträge, oft auch in Kombination.

Wie viel zahlen Makler mit mehreren Pool-Anbindungen?

13 Prozent der befragten Makler zahlen laut AssCompact-Studie mehr als 5.000 Euro jährlich für zwei bis drei parallele Poolanbindungen.

Ist eine Finanzierung über Courtagebeteiligung für Makler nachteilig?

Nicht grundsätzlich, solange die Verhältnismäßigkeit zwischen der einbehaltenen Courtage und der Gegenleistung des Pools stimmt.

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Uwe Lätsch

Geschäftsführer von Vinlivt

Uwe Lätsch entwickelte über zehn Jahre lang digitale Produkte bei FinTechs und InsurTechs, unter anderem bei CHECK24. Im Jahr 2022 gründete er gemeinsam mit Dariusz Borowski Vinlivt, um passende Beratungsanlässe automatisch und DSGVO-konform zu erkennen. Im Ratgeber teilt er seine Erfahrungen aus Fintech und digitaler Finanzberatung.

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